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Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

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Am Sonntagmorgen, den 06. Oktober 2019, ereignete sich an der Rastanlage in Baden-Baden ein schwerer Verkehrsunfall mit Todesfolge.

Die Meldung über den Verkehrsunfall ging bei der Feuerwehr Baden-Baden am Sonntagmorgen um 8:45 Uhr ein. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand fest, dass der 52-jährige Autofahrer bei dem Unfall ums Leben kam.

Nach den bisherigen Erkenntnissen verließ der Fahrer des Kleinwagens die Autobahn A5  an der Park- und Rastanlage Baden-Baden mit hoher Geschwindigkeit und kollidierte dabei aus bislang unbekannter Ursache mit einem geparkten Sattelzug. Infolge des Aufpralls verstarb der Fahrer noch am Unfallort. Das Fahrzeug geriet kurz nach dem Aufprall in Brand, sodass Ersthelfer bereits vor dem Eintreffen der Rettungskräfte mit ersten Löschmaßnahmen beginnen mussten.

Nach dem Eintreffen der Hauptamtlichen Feuerwehr-Abteilung Baden-Baden war auch die Freiwillige Feuerwehr Sandweier am Unfallort.  Zu den weiteren Maßnahmen gehörte die Ladung des Sattelzuges auf Gefahrstoffe zu kontrollieren, sowie eine umfangreiche Löschwasserversorgung aufzubauen. Nach kurzer Zeit stellten die Kameraden aus Sandweier fest, dass es sich bei der Ladung des Sattelzugs um PKW-Reifen handelte. Weiterhin wurde sofort veranlasst, dass parkende LKW’s, die sich in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle befanden, auf andere freie Flächen zu verschieben sind. Diese Aktion war wegen fehlender Freiflächen und der Vielzahl an LKW’s mit großen Schwierigkeiten verbunden.

Schon zu Beginn des Einsatzes wurde im Hinblick auf die Umstände vor Ort ein Auto-Kran der Berufsfeuerwehr Karlsruhe zur Einsatzstelle beordert. Mit Hilfe dieses Spezial-Krans wurde der Auflieger des LKW’s angehoben sowie der PKW mittels Seilwinde unter dem Auflieger hervorgezogen. Im weiteren Verlauf der vielfältigen Bergungsmassnahmen fand eine Lagebesprechung mit allen Einsatzkräfte statt, um das weitere Vorgehen zu koordinieren und effektiv zu gestalten.

Der Verunglückte wurde von 4 erfahrenen, freiwilligen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Sandweier sowie der Freiwilligen Feuerwehr Haueneberstein aus dem Fahrzeug-Wrack geborgen. Die Bergung des Verunglückten war nicht nur äußerst schwierig, sie erforderte darüber hinaus von allen Beteiligten ein hohes Maß an Einsatz und Willenskraft.

Nach der Beendigung des Einsatzes trafen sich alle freiwilligen Feuerwehrleute im Gerätehaus Sandweier, um mit dem Kriseninterventionsteam eine psychologische Aufarbeitung des Gesehenen in die Wege zu leiten.

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