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Stau? – Rettungsgasse bilden!

Stau? – Rettungsgasse bilden!

 

Grund­sätz­lich muss im­mer, wenn der Ver­kehr stockt, ei­ne freie Bahn für Ret­tungs­fahr­zeu­ge ge­schaf­fen wer­den. Wich­tig ist da­bei, dass sie be­reits bei der An­nä­he­rung im Rück­stau ge­bil­det wird.

Das Bil­den der Ret­tungs­gas­se ist in der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung ge­re­gelt. Stockt der Ver­kehr auf Au­to­bah­nen und Au­ßer­orts­stra­ßen mit we­nigs­tens zwei Fahrt­strei­fen in ei­ner Rich­tung, muss ei­ne Durch­fahrt für Ein­satz­fahr­zeu­ge in der Mit­te der Fahr­bah­nen ge­bil­det wer­den. Wich­tig ist da­bei, dass zu den Ein­satz­fahr­zeu­gen auch Ab­schlepp­fahr­zeu­ge zäh­len.

So ver­hal­ten Sie sich rich­tig:

  • Ret­tungs­gas­se be­reits bei be­gin­nen­der Stau­bil­dung und sto­cken­dem Ver­kehr bil­den. Steht der Ver­kehr, ist es manch­mal nicht mehr mög­lich, zu ran­gie­ren.
  • Die Ret­tungs­gas­se muss im­mer ge­bil­det wer­den! Nicht nur bei ei­nem Un­fall.
  • Die Ret­tungs­gas­se wird bei ei­ner zwei­spu­ri­gen Au­to­bahn in der Mit­te ge­bil­det, d.h. die Fahr­zeu­ge links fah­ren an den äu­ße­ren lin­ken Rand und die Fahr­zeu­ge rechts an den Rand des rech­ten Fahr­strei­fens.
  • Bei ei­ner drei- oder so­gar vier­spu­ri­gen Au­to­bahn wird die Ret­tungs­gas­se im­mer zwi­schen der lin­ken und den mitt­le­ren Fahr­bah­nen ge­bil­det.
  • Der Sei­ten­strei­fen darf für die Bil­dung ei­ner aus­rei­chend gro­ßen Ret­tungs­gas­se mit be­nutzt wer­den. Den­ken Sie im­mer dar­an, dass auch sehr gro­ße Ein­satz­fahr­zeu­ge die Ret­tungs­gas­se durch­fah­ren müs­sen.
  • Bei Bil­dung der Ret­tungs­gas­se un­be­dingt dar­auf ach­ten, dass das Fahr­zeug ge­ra­de steht und die Durch­fahrt der Ein­satz­fahr­zeu­ge nicht be­hin­dert wird.
  • Hal­ten Sie ei­ne Fahr­zeug­län­ge Ab­stand zum Vor­der­mann, um noch ran­gie­ren zu kön­nen.
  • Schal­ten Sie den Ver­kehrs­funk und das Na­vi­ga­ti­ons­ge­rät ein und be­ach­ten Sie die Durch­sa­gen!
  • LKW soll­ten nur die rech­te Spur be­fah­ren und nicht über­ho­len.
  • Auch an ei­ner ro­ten Am­pel soll­te zu­dem in den Kreu­zungs­be­reich aus­ge­wi­chen wer­den, auch wenn da­bei die Hal­t­el­i­nie über­fah­ren wer­den muss. Mög­li­che Rot­licht­ver­stö­ße wer­den bei sol­chen Si­tua­tio­nen nach ei­ner Prü­fung durch die Buß­geld­stel­le nicht ge­ahn­det.
  • Al­len an­de­ren Kraft­fah­rern ist die Durch­fahrt un­ter­sagt. Die Durch­fahrt durch die Ret­tungs­gas­se durch „An­hän­gen an ein Fahr­zeug mit Son­der­rech­ten” ist ver­bo­ten.

Wich­tig: Wenn das ers­te Ret­tungs­fahr­zeug vor­bei­ge­fah­ren ist, die Ret­tungs­gas­se nicht wie­der schlie­ßen! Es kön­nen noch wei­te­re Ret­tungs­fahr­zeu­ge fol­gen – auch nach ei­ni­ger Zeit noch. Die Ret­tungs­gas­se so lan­ge of­fen hal­ten, bis der Ver­kehr wie­der rollt!

Au­to­fah­rer, die je­doch künf­tig Ret­tungs­kräf­te blo­ckie­ren, müs­sen mit här­te­ren Stra­fen rech­nen. Wer kei­ne Ret­tungs­gas­se bil­det, den er­war­tet ein Buß­geld von bis zu 200 Eu­ro. Kommt es zu ei­ner wei­te­ren Be­hin­de­rung, Ge­fähr­dung oder Sach­be­schä­di­gung, kann es noch bis zu 120 Eu­ro teu­rer wer­den. Zu­dem droht dem Au­to­fah­rer ein ein­mo­na­ti­ges Fahr­ver­bot.