Einsatzmannschaft

Präsentation der Notfallseelsorge Rastatt-Baden-Baden

Mit einer sehr interessanten Präsentation wurde uns am 12.11.2018 die Arbeit der Notfallseelsorge Rastatt-Baden-Baden vorgestellt.

Als Referenten konnten wir Herrn Michael Winkler, Pfarrer der evangelischen Paul-Gerhard-Gemeinde Iffezheim und Stephan Koch, katholischer Theologe und akademischer Mitarbeiter der Albert-Ludwig-Universität Freiburg, gewinnen.

Die Notfallseelsorge ist eine ökumenische Einrichtung der evangelischen und katholischen Kirchen. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Betreuung von Menschen in psychologischen Ausnahmesituationen wie z.B. der Tod eines Angehörigen durch einen Unfall.

Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Notfallseelsorge werden über die Leitstellen der Land- und Stadtkreise alarmiert. Sie werden durch Feuerwehren, Rettungsdienste und der Polizei bei Ereignissen, bei denen die Betreuung von Betroffenen notwendig ist, angefordert.

Auf ihre Aufgaben werden die Mitglieder durch eine intensive psychologische Ausbildung vorbereitet. Durch einen Bereitschaftsdienst ist die Notfallseelsorge, ähnlich einer freiwilligen Feuerwehr, rund um die Uhr erreichbar und einsatzbereit.

Die Notfallseelsorge Rastatt-Baden-Baden wurde 2004 gegründet. Selbstverständlich unterliegen alle bei ihren Einsätzen geführten Gespräche mit Betroffenen der Schweigepflicht.

Einer der prägendsten Sätze des Referates war: „Manchmal reicht es aus, einfach nur da zu sein und ohne vieler Worte den Betroffenen beizustehen.“

 

Foto: Abteilungskommandant Carsten Braun (m.) mit den Referenten der Notfallseelsorge Michael Winkler und Stephan Koch (v. l. )

 

Natürlich unterstützen die Mitglieder der Notfallseelsorge auch Einsatzkräfte bei der Verarbeitung von belastenden Einsätzen. Dies geschieht oftmals in Gesprächsrunden mit den betroffenen Kräften.

Ein für uns sehr interessanter Teil der Präsentation waren die Möglichkeiten sich im Vorfeld auf belastende Einsätze vorzubereiten. Hier ist die Kernaussage, dass Einsatzkräfte bei Einsätzen ihre psychologischen Belastungsgrenzen erkennen und beachten müssen. Sind diese erreicht, muss es möglich sein, sich aus dem aktiven Einsatzgeschehen zurückzuziehen. Kommt es bei der Verarbeitung des Erlebten zu Problemen ist psychologische Hilfe, wie sie von den Mitgliedern der Notfallseelsorge angeboten wird, anzufordern.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn Winkler und Herrn Koch für die interessante Vorstellung der Arbeit der Notfallseelsorge. Wir haben großen Respekt vor der, durch die Mitglieder geleisteten, Unterstützung von Betroffenen und Einsatzkräften.

Wir wünschen ihnen, auch weiterhin, alles Gute und viel Kraft für ihre anspruchsvolle Tätigkeit.

 

Logo: © Notfallseelsorge                                                                                                                                                                                                                 

Foto: © Th. Baumgart