Historisches

1770: Erste Information bzgl. Feuerschutz aus alten Rechnungsunterlagen: Hier ist die Anschaffung einer Feuerspritze durch die Gemeinde für 89,36 Gulden vermerkt. Ebenso wurde für 42 Kreuzer Fischschmalz zum Einschmieren der Schläuche erworben.

1810: Erste Bestandsaufnahme stellt folgende Geräte fest: eine Feuerspritze, Schläuche und zwei Mundrohre, zwei Feuerleitern, zwei Feuerhaken, 46 Feuereimer, sechs Böllereisen, ein Glutofen, ein Anzünder, eine Zimmermannssäge.

1827: Jeder Bürger musste einen Feuereimer für zwei Gulden erwerben. Dieser bestand aus grobem Faserstoff wie Hanf, Flachs, Leinen oder Leder und war wasserdicht.

Früher war die Gemeinde stark mit in den Feuerschutz eingebunden. Bürger stellten ihre Pferde zur Verfügung, welche die Wehrmänner und deren Ausrüstung zur Einsatzstelle führten. Dafür erhielten die Bürger eine Bezahlung vom „Verrechner“.

So geht beispielsweise als Zitat aus den Aufzeichnungen aus dem Jahre 1827 hervor: “Verrechner Schleif zahlt dem Vogt Leonhard Frank 5,30 Gulden, weil er als erster seine Pferde an die Feuerspritze gespannt hat, bei einem Brandfall in Rastatt.“

1842: Es wurden Schläuche angeschafft, welche etwa 15 Meter messen sollten.

1846: Die Feuerwehrleute erhielten 40 Armbinden.

1848 / 49: Erste Bürgerwehr in Oos am Bahnhof, die für vier Gulden pro Nacht ihren Dienst verrichtete. Über die Mannschaftsstärke liegen keine Aufzeichnungen vor.

1889:  Anschaffung einer neuen Feuerlöschspritze von der Löschmaschinen- und Pumpenfabrik Grether & Cie, Freiburg i. B. am 06.06.1889 für einen Preis von 1700 Mark. Diese noch heute gut erhaltene Feuerlöschspritze ist im Heimatmuseum Sandweier zu betrachten.

 

 18.06.1937: Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr Sandweier“.

Die Gründungsliste umfasst 41 Mitglieder, von denen 34 für tauglich erklärt wurden und den aktiven Grundstock der Wehr bildeten. Ihr erster Kommandant war Bürgermeister Augustin Ullrich, sein Stellvertreter war Justin Bastian. Richard Fettig übernahm das Amt des Schriftführers, Theodor Schulz wurde Kassenwart und Quirin Herrmann war Gerätewart.

09.08.1937: Erste Bewährungsprobe nach Gründung der Wehr bei einem Brandeinsatz in der Heckenstraße.

In der Zeit des Dritten Reiches entstand zusätzlich zur Freiwilligen Feuerwehr eine HJ-Feuerwehrschar, welcher 33 Jugendliche angehörten.

17.06.1943: Theodor Schulz wurde zum Wehrführer ernannt, Wendelin Weßbecher war dessen Stellvertreter.

Erstmalige Erwähnung der Feuerwehr Sandweier in der Presse. Der Bericht handelte von der Hauptübung.

Durch den zweiten Weltkrieg kam es zu starken, personellen Schwankungen in der Wehr, aufgrund dessen eine Frauenwehr ins Leben gerufen wurde. Die bereitwilligen Frauen und Mädchen (20 an der Zahl) wurden durch die Daimler-Benz-Feuerwehr in Gaggenau ausgebildet, ihre Wehrführerin war Luise Schäfer.

Ihr erster Einsatz war ein Brand durch Granatbeschuss in der Riederstraße. Damals legte die Frauenwehr eine Schlauchleitung von der Oosbach bis zur Brandstätte, wodurch hauptsächlich das Wohngebäude gerettet werden konnte.

Nach Kriegsende wurde die Frauenwehr wieder aufgelöst.

1945: Quirin Herrmann wurde zum Wehrführer ernannt, Alois Straub wurde dessen Stellvertreter.

Nach Kriegsende erhielten die Wehrmänner zu ihrer Dienstkleidung weiße Armbinden mit der Aufschrift „Pompier“ (=Feuerwehrmann) und besondere Ausweise, durch welche sie auch nachts die Straßen betreten durften. Durch das von der Besatzungsmacht ausgesprochene Vereinsverbot, wovon lediglich die Feuerwehr ausgenommen war, wurde Anfang 1946 die Musikkapelle in die Feuerwehr integriert. Hierdurch konnte die musikalische Tätigkeit wieder aufgenommen werden. Wehrführer Quirin Herrmann war somit nicht nur Feuerwehrkommandant, sondern auch erster Vorsitzender der Musikkapelle.

1946: Franz Mühlfeit wurde stellvertretender Kommandant.

1952: Wehrführer Quirin Herrmann wurde von seinem Nachfolger August Walter abgelöst.

14.05.1958: Wehrführer August Walter legte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder, Artur Peter wurde zum neuen Kommandanten gewählt. Zu seinem Stellvertreter wurde Alfons Schulz bestimmt. Aus dem Protokoll der Jahresversammlung geht hervor, dass die Wehr in den vergangenen zehn Jahren sechs Brände mit Erfolg und ohne fremde Hilfe gelöscht hatte.

1959: Unsere Feuerwehr erhielt eine neue Tragkraftspritze TS 8, welche im September zum ersten Mal im Rahmen einer Sportplatzbewässerung zum Einsatz kam.

1960: Einführung der Feuerwehrabgabe für alle wehrpflichtigen, männlichen Einwohner im Alter zwischen 18 und 50 Jahren, sofern sie nicht schon der Feuerwehr angehörten. Diese Abgaben waren zweckgebunden und somit nur für den Erhalt eines hohen Standes der Ausrüstung und Einrichtung vorgesehen.

1961: Niedrigster Mitgliederstand von 19 Personen seit den letzten 50 Jahren.

1962: Theo Walter wurde neuer stellvertretender Kommandant.

Erfreulicherweise Neuzugänge von zehn Personen und die Genehmigung neuer Uniformen durch den Gemeinderat.

Ebenfalls wurde in diesem Jahr das damalige Gerätehaus umfassend renoviert, wobei die Wehrmänner alle angefallenen Arbeiten selbst verrichteten. Das damalige Gerätehaus war ein Schuppen hinter dem Gebäude der jetzigen Ortsverwaltung.

1963: Aufgrund des strengen Winters mit anschließendem Tau- und Unwetter mussten in der ersten Jahreshälfte unzählige Keller des Ortes ausgepumpt werden.

Die Wehr nahm den bis dahin eingesetzten Tragkraftspritzenanhänger (TSA) außer Dienst und legte sich ein Tanklöschfahrzeug TLF 8 zu. Hierbei handelte es sich um einen Unimog mit dem Funkrufnahmen 12/21 und einem Wasservorrat von 800 Liter.

29.02.1964: Wilfried Kratzer wurde in der Abteilungsversammlung zum Wehrführer, Artur Peter zu dessen Stellvertreter ernannt.

1965: Mitgliederstand von 39 Personen verzeichnet.

1966: Eine Feuerwehrgruppe aus Sandweier errang beim Feuerwehrfest in Iffezheim das Leistungsabzeichen in Gold.

1967: 30-jähriges Bestehen der Feuerwehr Sandweier

Die Wehr erhielt das neue Feuerwehrfahrzeug LF 8 bzw. 12/41, welches mit einer Vorbaupumpe und einer Tragkraftspritze zu den mordernsten seiner Art gehörte. Die Kosten für das Fahrzeug beliefen sich auf 40.000 DM, mit Ausrüstungsgegenständen stellte es einen Wert von 60.000 DM dar.

Das Jubiläumsfest wurde am Samstag den 12. August 1967 durch einen Tanzabend eröffnet. Am Festsonntag fand ein Totengedenken mit anschließendem Festgottesdienst statt. Im Anschluss daran wurde das LF 8 durch Pfarrer Rinderspacher auf dem Festplatz gewiehen, umrahmt durch Darbietungen des Männergesangvereins.

Am Nachmittag bewegte sich der Festumzug durch die geschmückten Dorfstraßen, wobei das neue LF 8 von den Zuschauern mit Beifall aufgenommen wurde. Den Ausklang fand das Fest montags bei einem Fußball- und Wasserrugbyspiel sowie einer Schauübung.

An der Herbstübung diesen Jahres setzte man das Feuerwehrauto erstmals ein. Hier konnte der gute Ausbildungsstand der Wehrmitglieder unter Beweis gestellt werden.

1969: Wehrführer Wilfried Kratzer wurde bei den Wahlen anlässlich der Abteilungsversammlung in seinem Amt bestätigt, sein neuer Stellvertreter wurde Albert Schablitzky. Wilfried Kratzer legte den Wehrmännern erstmals einen Plan-Entwurf für das neue Gerätehaus vor.

In diesem Jahr wurde erstmals zusätzlich zu der Herbstübung, die fester Bestandteil des Probeplans war, eine Stützpunktübung in Iffezheim durchgeführt, bei welcher die Wehren verschiedener Standorte eine einwandfreie Zusammenarbeit probten.

1970: Oswald Herr wird stellvertretender Kommandant.

Der Rohbau des neuen Feuerwehrhauses war fertig gestellt. Der ca. 25 Meter hohe Schlauchturm dürfte ein weiteres Wahrzeichen unseres Ortes geworden sein.

1971: Das neue Gerätehaus in der Großen Straße war fertig gestellt und wurde am 17.07.1971 feierlich eingeweiht. Es zählte mit dem zweckmäßigen Schlauchtrocknungs- und Übungsturm zu den vorbildlichsten Einrichtungen des Landkreises. Die Baukosten des Gerätehauses betrugen insgesamt 500.000 DM.

Des Weiteren lehrten die Wehrmänner die Kameradschaftskasse und kauften somit aus eigener Kasse ein Fahrzeug, welches sie in Eigenarbeit zum Einsatzfahrzeug (Mannschaftstransportwagen Ford Transit 72 E 3 Typ R5) umfunktionierten. Dieses Fahrzeug wurde der Gemeinde zum Geschenk gemacht.

1972: Erste Stützpunktübung in Sandweier, an welcher die Feuerwehren aus Iffezheim, Wintersdorf, Hügelsheim, Söllingen und Sandweier teilnahmen.

Tags darauf traf die Feuerwehr Bödigheim/Odenwald zu Besuch ein und erwiderte den Besuch unserer Wehr vom vorangegangenen Jahr. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Rudolf Hofmann und Kommandant Wilfried Kratzer besichtigte man Baden-Baden, die Spielbank und startete zu einem Rundflug über die Gegend.

1973: Im September des Jahres trug die Feuerwehr Sandweier die Leistungswettkämpfe aus.

19.01.1974: Kommandant Wilfried Kratzer erhielt an der Wehrführertagung das Feuerwehrehrenkreuz 2. Klasse. Im Mai wurde die Wehrführung bei Wahlen für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

15.09.1974: Die Wehr war pausenlos im Einsatz um schwere Überflutungen durch Gewitter zu bekämpfen.

01.01.1975: Sandweier wurde als Ortsteil in die Stadt Baden-Baden eingegliedert. Die Freiwillige Feuerwehr Sandweier war nun eine Abteilung der Feuerwehr Baden-Baden.

1976: Anhängerleiter (AL 18) zum Fuhrpark erhalten.

1978: Im Mai wurde durch tagelange, überaus starke Regenfälle (als Jahrhundertflut bezeichnet) die Oosbach und der Landgraben überflutet, weswegen die Wehr über 60 Stunden lang rund um die Uhr zahlreiche Keller auspumpte.

1979: Bei der Abteilungsversammlung wurde Wilfried Kratzer erneut für weitere fünf Jahre für das Amt des Wehrführers gewählt.

Erstmals wurde 1979 ein gemeinsamer Ausflug zum Feuerwehrheim in Titisee durchgeführt.

1980: Brandwache bei der Motocross-Veranstaltung des Motorradclubs Baden-Baden und der Mitternachtsralley des Automobilclubs Baden-Baden.

1981: Das Jahr der Ausbildung, bei dem sich Vorträge, Infoabende und technische Unterweisungen abwechselten.

Die Wehrmänner nahmen in Eigenarbeit einige bauliche Veränderungen am Mannschaftsraum vor.

1982: Die Rheintalhalle war fertig gestellt, wodurch ebenso neue Aufgaben für unsere Abteilung aufkamen. Die Abteilung Sandweier übernahm ab sofort Brandwache bei größeren Veranstaltungen. Der Personalstand der Wehr betrug in diesem Jahr 41 Personen.

1983: Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren im Stadtkreis fand in der Rheintalhalle Sandweier statt. Unsere Abteilung übernahm die Ausschmückung und Verpflegung von 350 Wehrmännern.

Bei den Wahlen der Abteilungsversammlung wurde Kommandant Wilfried Kratzer wiederholt in seinem Amt bestätigt. Dessen bisheriger Stellvertreter Oswald Herr musste aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen, Nachfolger wurde unser Kamerad Wilfried Herr.

Am frühen Morgen des 24. Septembers 1983 wurde die Wehr zu einem Brand in den Gasträumen des Hotels „Blume“ gerufen. Durch die sofort erfolgte Brandbekämpfung konnten die auflodernden Flammen innerhalb kurzer Zeit gelöscht werden.

12.03.1984: Wilfried Kratzer war bereits seit 20 Jahren Wehrführer und durfte die Glückwünsche der Wehr und des Ortschaftsrates entgegennehmen.

1985: Die bisher größte Katastrophenübung fand in unserem Stadtteil statt. Teilnehmer waren neben der Feuerwehr auch Behörden wie das Technische Hilfswerk, das Rote Kreuz und die Bergwacht.

Erstmals organisierte man einen dreitägigen Ausflug, dessen Ziel das Berchtesgardner Land war.

Ebenso wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten am Gerätehaus vorgenommen. Schwerpunkt waren die Tore und der Turm, wobei wiederum alle Tätigkeiten von den Wehrmännern selbst ausgeführt wurden.

1986: Im Spätjahr waren die Renovierungsarbeiten am Gerätehaus abgeschlossen.

Der alte Mannschaftstransportwagen (MTW) Ford Transit wurde ausgemustert und durch ein neuen MTW ersetzt, den Hanomag Henschel.

18.06.1987: 50-jähriges Bestehen.

In der Zeit vom 23. Mai bis 01. Juni 1987 feierte die Wehr ihr Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen. Von den anfänglich 34 tauglichen Gründungsmitgliedern waren im Jubiläumsjahr noch fünf Wehrmänner Mitglied, hierfür erhielten sie eine Ehrenurkunde.

Am Samstag, den 23. Mai wurden die Feierlichkeiten um 20 Uhr durch ein Festbankett in der Rheintalhalle eröffnet. Es wechselten sich hier verschiedene musikalische Darbietungen vom Musikverein und Sängerbund Sandweier, sowie dem Spielmannszug Steinbach, mit einem Prolog der Jugendfeuerwehr und Ansprachen verschiedener Würdenträger der Feuerwehr und der Politik ab. Höhepunkt der Veranstaltung war zum Abschluss die erstmalige Aufführung des „großen Zapfenstreiches“ in Sandweier.

Am Samstag, den 30. Mai fand auf dem Festplatz um 20 Uhr eine Begrüßung mit anschließendem Tanzabend statt.

Am Sonntagmorgen veranstaltete der Musikverein Sandweier ein Konzert. Im Anschluss daran folgte ein Festumzug von der Kirche durch die von der Bevölkerung feierlich geschmückten Straßen bis zum Festplatz, wo die anwesenden Gastkapellen und Spielmannszüge einen Auftritt hatten. Am Festumzug beteiligten sich 38 Wehren und Vereine mit ca. 800 Personen und teils mit Festwagen. Das Abendprogramm war fröhlich bunt gestaltet mit dem Schliefer-Pinter-Trio, welches durch Funk und Fernsehen auch international bekannt war.

Am letzten Festtag waren abschließende Aktivitäten eine Kinderbelustigung und ein Festausklang mit Tanz.

Der Kommandant Wilfried Kratzer wurde zudem vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Hier standen seine 25-jährigen Tätigkeiten als Gemeinde- und Ortschaftsrat sowie sein Feuerwehramt im Vordergrund.

1988: Unsere Wehr erwiderte einige Fest- und Umzugsbesuche. Auch das traditionelle Weinfest vom 24. bis 26. September war sehr gut besucht, dennoch wurden die Probenaktivitäten niemals vernachlässigt.

1989: Kommandant Wilfried Kratzer wurde bei den Wahlen der Abteilungsversammlung eindeutig in seinem Amt bestätigt und für sein 25-jähriges Jubiläum als Kommandant geehrt. Er stand der Wehr ununterbrochen seit 1964 vor. Neuer stellvertretender Kommandant wurde Andreas Lang.

Stellvertreter Andreas Lang übernahm im Hintergrund zunehmend mehr Tätigkeiten, da sich Kommandant Kratzer aus beruflichen Gründen etwas aus dem Feuerwehrgeschehen zurückziehen musste.

Im Mai erhielt die Wehr aufgrund ihrer Nähe zu den Kiesseen ein Rettungsboot.

1990: Verheerende Unwetter und der Orkan „Vivian“ sorgten im Februar für tagelange Einsätze. Die Wehrmänner leisteten Hilfe bei vielen umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern.

Am 29.Juli kam es zu einem großen Waldbrand auf der westlichen Seite der B3, welcher sechs Hektar Wald vernichtete, nur wenige Meter vom Munitionsdepot der französischen Streitkräfte entfernt. Gleichzeitig brach auf der Ostseite der B3 ein Feuer aus, welchem weitere fünf Hektar Wald zum Opfer fielen. Das Feuer war von zwei 19-jährigen, französischen Soldaten gelegt worden.

1991: Die alte Brückenüberführung der Richard-Haniel-Straße über die BAB A5 sollte gesprengt werden, unsere Wehr unterstützte hier mit acht Mann das Hilfspersonal beim Absperren eines 300-Meter-Sicherheitskreises.

1992: Schwere Unwetter im Juni überschwemmen die Straßen, decken Dächer ab und stürzen Bäume nieder. Alleine um die B3 wieder befahrbar zu machen war die Wehr stundenlang im Einsatz.

Ebenfalls kam es zu einem Brand in der Mülldeponie Tiefes Loch, welcher unsere gesamte Abteilung forderte.

1994: Es kam zu einigen personellen Änderungen in der Wehrführung.

Wilfried Kratzer trat nach über 30 Jahren als Kommandant in den Ruhestand. Meilensteine in seiner Amtszeit waren der Bau des Feuerwehrhauses, die Beschaffung des ersten Löschfahrzeugs und die Gründung der Jugendfeuerwehr. Nachfolger wurde unser Kamerad Andreas Lang, welcher zuvor schon fünf Jahre das Amt des stellvertretenden Kommandanten ausführte. Neuer stellvertretender Kommandant wurde Günter Schulz.

Unsere Wehr nahm an der Einweihung des neuen Dorfbrunnens teil.

1995: Großbrand im Holland-Hotel, wobei unsere Wehr zusammen mit der Wache Baden-Baden alle Hotelgäste evakuierte und anschließend eine erfolgreiche Brandbekämpfung einleitete.

1996: Wilfried Kratzer wurde zum Ehren-Abteilungskommandanten ernannt.

Am 12. April rettete die Wehr einen Jungen und dessen Helfer am Kühlsee mit dem Rettungsboot.

1997: Die Abteilung besteht seit 60 Jahren, was Anlass für ein Fest war. In diesem Jahr wurde auch eine Feuerwehrfahne angeschafft.

Des Weiteren kommt es zu Renovierungsarbeiten des Treppenhauses, sowie dem Schulungs- und Aufenthaltsraum. Auf dem Turm war eine Verstärkungsanlage für das Mobilfunknetz installiert worden, weil dieser ein zentraler und erhöhter Punkt in der Rheinebene darstellte.

Die Wehr ersetzte in ihrem Fuhrpark den MTW Hanomag Henschel durch einen neuen Mercedes Sprinter 12/19.

Die am 8. März abgehaltene Vollversammlung der Feuerwehren im Stadtteil wurde in der Rheintalhalle Sandweier von unserer Wehr organisiert und 350 Wehrmänner bewirtet.

Am 22. Juni war unsere Abteilung im Fernsehn in der RTL-Serie „Notruf“ zu sehen. Gedreht wurde die Rettungsaktion vom vergangenen Jahr.

1998: Am 13. Februar ersetzte die Wehr das 30 Jahre alte und somit technisch rückständige LF 8 durch ein modernes Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 bzw. 12/42 mit Wassertank. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 417.000 DM. Die Segnung des Fahrzeugs erfolgte am 14. Juni durch Pfarrer Stefan Schütze. Die neuen Einsatzmöglichkeiten wurden der Bevölkerung am Tag der offenen Tür demonstriert.

Ein bis dato eingesetzter Transportanhänger der Marke Eigenbau wurde außer Dienst gestellt.

1999: Der Orkan „Lothar“ sorgte am zweiten Weihnachtsfeiertag für schwere Verwüstungen und zeigte der Wehr ihre personellen und körperlichen Grenzen auf. Die Wehrmänner waren von Sonntag bis einschließlich Donnerstag damit beschäftigt 50 Einzeleinsätze abzuarbeiten, teilweise unter schweren und gefährlichen Bedingungen.

2000: Der Brand eines Schwimmbaggers rief unsere Abteilung zum Kühlsee. Das Feuer selbst war schnell gelöscht, problematisch war jedoch das auslaufende Hydrauliköl, welches sich auf der Wasseroberfläche ausbreitete. Aus diesem Grund wurden Ölsperren gezogen, um die Gefahr einzugrenzen.

Weiter unternahmen unsere Wehrmänner eine Dachsanierung am Gerätehaus, da dieses stellenweise undicht war.

2001: Weitere Arbeiten am Feuerwehrhaus in Eigenregie. Die Turmplattform wurde abgedichtet, zudem erfolgte eine Neugestaltung an Teilen des Schulungs- und Aufenthaltsraumes.

18.03.2002: Brand in der Hauptschule gegen 23:10 Uhr. Große Teile des Werkraumes standen in Flammen, waren jedoch in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr schnell gelöscht.

28.07.2002: Ein Brand in einem Ökonomiegebäude forderte die Abteilungen des gesamten Stadtkreises, sowie das Technische Hilfswerk. Mensch und Tier waren bei Eintreffen der Feuerwehr bereits in Sicherheit gebracht worden. Die Wehr bekämpfte den Brandherd und konnte das angrenzende Wohnhaus sowie ein weiteres Nebengebäude vor dem Feuer bewahren. Das im Ökonomiegebäude gelagerte Stroh sollte die Wehr aber noch lange beschäftigen. Die mit Glutnestern durchzogenen Heuballen mussten einzeln abgelöscht und aus dem Gebäude entfernt werden.

17.11.2002: Gegen 02:30 Uhr wurde zu einem Großbrand im Kaufhaus Wagener alarmiert, welcher trotz der Präsenz einiger Feuerwehrkräfte aus Baden-Baden eine Überlandhilfe aus Bühl, Offenburg, Rastatt und Gaggenau forderte.

2003: Das Jahr hatte kaum richtig begonnen, als uns zwischen klingenden Sektgläsern und Neujahrsfeuerwerk um 00:21 Uhr der erste Einsatz ereilte. Im Zwischengeschoss der Parkgarage im Kaufhaus Wagener brannten mehrere Autos. Aufgrund der pechschwarzen Rauchentwicklung und fehlender Rauchabzugsmöglichkeiten forderte dieser Brand den massiven Einsatz von Atemschutzgeräteträgern.

Mitte des Jahres tauschte die Wehr das 40 Jahre alte Tanklöschfahrzeug auf Unimog-Fahrgestell gegen ein großes Löschgruppenfahrzeug LF 16/TS bzw. 12/45 aus.

2004: Kommandant Andreas Lang wurde bei den Wahlen der diesjährigen Abteilungsversammlung in seinem Amt bestätigt. Neuer Stellvertreter wurde Martin Peter, welcher seinen Vorgänger Günter Schulz nach zehn Jahren ablöste.

In der Fahrzeughalle des Gerätehauses installierten die Kammeraden eine neue Absauganlage gegen die Fahrzeugabgase in Eigenarbeit. Ebenso erhielten die Tore einen neuen Anstrich und eine neue Heizung war verbaut worden. In diesem Zuge stellte man von einer Öl- auf eine Gasheizung um.

01.01.2005: Brandmeldung in der Volksbank, Geschäftsstelle Sandweier. Im Automatenbereich der Filiale waren Feuerwerkskörper gezündet worden, deren Rauch die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Sachschaden entstand keiner, dennoch wurden die von Zeugen beobachteten Jugendlichen von der Polizei in Verwahrung genommen.

2006: Unser in die Jahre gekommenes Feuerwehrhaus musste erneut saniert werden. Es wurden die sanitären Anlagen erneuert und in diesem Zuge eine Duschmöglichkeit installiert, welche bisher gänzlich fehlte. Alle anfallenden Arbeiten hatten die Wehrmänner wiederholt in Eigenarbeit ausgeführt.

Angrenzend an unser Gerätahaus errichtete man im November eine Bodenplatte für einen Anbau, damit im Dezember eine Gebäudehülle mit Dach in Holzbauweise von der Firma Kratzer erstellt werden konnte.

2007: Der Anbau für Umkleidekabinen wird errichtet. Auch hier wurde ein Großteil der anfallenden Arbeiten in Eigenarbeit ausgeführt, da für den Anbau nur begrenzte, finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Dadurch zogen sich die Arbeiten bis November, da immer nur abends oder samstags gearbeitet werden konnte – neben der Berufstätigkeit sowie der eigentlichen Feuerwehrarbeit und einem Familienleben der einzelnen Helfer eine besondere Leistung.

Auch einige Mitglieder der Jugendfeuerwehr und Seniorenmannschaft halfen tatkräftig mit. Ohne diese Eigenarbeit wäre der Anbau finanziell nicht zu Schultern gewesen. Nun können sich die Feuerwehrmitglieder sicher und sauber umziehen und die beengten Verhältnisse in der Fahrzeughalle gehörten der Vergangenheit an.

12.02.2008: Brand beim Landseehof um 03:22 Uhr. Nahezu die gesamte Halle brannte in voller Ausdehnung, unter einem lauten Knall explodierten Gasflaschen. Ein Übergreifen auf Anbauten und Nachbargebäude konnte verhindert werden.

14.09.2008: Im Rahmen eines Brandschutztages wurde der Anbau eingeweiht.

Anlässlich der 700-Jahr-Feier des Dorfes kam im Rahmen einer Schauübung, während der Feierlichkeiten auf dem Festplatz unsere alte Feuerlöschspritze, Baujahr 1889 zum Einsatz. Auch beim Festumzug des Schützenvereins war das Gefährt zu sehen. Ende des Jahres überreichte die Wehr das wertvolle Stück dem Heimatverein Sandweier als Dauerleihgabe.

14.03.2009: Kommandant Andreas Lang übergab sein Amt nach 15 Jahren im Rahmen der Abteilungsversammlung an Martin Peter. Das Amt des stellvertretenden Kommandanten besetzte Andreas Weber.

03.04.2009: Anlässlich des NATO-Gipfels in Baden-Baden wurde im Gerätehaus eine Wachbesetzung vom 03. April, 08:00 Uhr bis zum 04. April, 13 Uhr durchgeführt. Zusätzlich wurde der Fuhrpark unserer Wehr durch eine Drehleiter der Feuerwehr Baden-Baden erweitert.

08.02.2010: Feuermeldung auf dem Firmengelände der Firma Claus Reformwaren. Beim Eintreffen unserer Wehr standen bereits mehrere vor der Halle geparkten LKW’s in Vollbrand. Die Brandausdehnung war jedoch so intensiv, dass das Feuer in kurzer Zeit auf die Halle übergriff und diese in einen Vollbrand versetzte.

Der starke Funkenflug, die enorme Hitze und die beiden Hochspannungsleitungen, welche sich direkt über der Brandstelle ausbreiteten, erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich. Ebenso mussten nebenstehende Gebäude durch zwei Riegelstellungen vor dem Übergreifen des Feuers geschützt werden. Erst Tage später konnten die letzten Glutnester durch schweres Gerät freigelegt und gelöscht werden.

Die Feuerwehr war mit 260 Kräften und 53 Fahrzeugen vor Ort. Unterstützung fand sie von den Wehren Rastatt, Gaggenau, Kuppenheim, Bühl, Werkfeuerwehr DOW, Werkfeuerwehr Daimler Rastatt, dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz.

25.06.2010: Brand eines Küchengebäudes am Strandbad Sandweier. Durch das schnelle Eintreffen unserer Wehr konnte verhindert werden, dass die für den Küchenbetrieb dort gelagerten Gasflaschen explodierten. Auch der Badebetrieb konnte ohne Verzögerung fortgeführt werden.

08.09.2011: Durch einen Zulieferer der Fa. Buchholz wurde eine Tankanlage mit Industriewaschmittel falsch befüllt, was eine chemische Reaktion mit akuter Explosionsgefahr auslöste.

Im Umkreis von 300 Meter um die Einsatzstelle mussten unverzüglich alle Gebäude evakuiert werden, die Bewohner informierte man zusätzlich mit Sirenen und Rundfunkanlagen. Rund 150 Personen wurden vom Deutschen Roten Kreuz in der Rheintalhalle untergebracht.

Trotz erster Einsatzmaßnahmen konnte die Explosion nicht verhindert werden. Durch das Zerbersten des sich im Keller befindlichen Tanks verteilte sich das Flüssigkeitsgemisch in den betroffenen Räumlichkeiten. Diese wurden unter ständiger Messung und mit Absprache von Behördenvertretern mit viel Wasser gespült. Statiker bewerteten anschließend die weitere Nutzung des Gebäudes.

2012: 75-jähriges Jubiläum unserer Wehr.

Am 18. und 19. Mai wurde dieses Ereignis ohne Beeinträchtigung aller primären Aufgaben der Wehr wie z.B. Sicherheitswachdienste, Einsätzen und Proben gefeiert.

Kommandant Martin Peter eröffnete die Festlichkeit mit einem kurzen Rückblick auf die Wehrgeschichte, anschließend wurden von einigen Würdenträger der Stadt und der Wehr Grußworte verkündet. Im Anschluss daran ging es zum Festteil über, hier wurde mit Livemusik und der Live-Übertragung der Champions-League „FC Bayern gegen FC Chelsea“ bis spät in die Nacht gefeiert.

28.05.2013: Dreharbeiten zum TV-Drama „Der offene Käfig“, welche unter der Regie von Johannes Grieser und in Zusammenarbeit mit Maran Film realisiert wurden. Bürger aus unserem Ort sowie Mitglieder der Wehr wirkten als Statisten für eine Szene mit. Drehort war das Feuerwehrhaus Sandweier, als Kulisse war das Feuerwehrfest gegeben.

01.06.2013: Starke Unwetterlage verursachten mehrere Einsatzstellen, wo Keller ausgepumpt oder Bäume von den Straßen geräumt werden mussten.

2014: Die mittlerweile veralteten und sicherheitsbedenklichen Schwenktore wurden durch verglaste Aluminium-Sektionstore ersetzt, was zu einer besseren Wärmedämmung und einer vereinfachten Bedienung führte. Ebenso wurde im Büroteil das Fasadenelement durch verglastes Aluminium ersetzt. Eine neue Absauganlage hält die Fahrzeughalle frei von Abgasen.

14.01.2014: Brandmeldung in der Produktionshalle des ehemaligen Holzbaubetriebs Kratzer. Der Brand war durch einen technischen Defekt ausgelöst worden und breitete sich rasch in der Ständerwand bis in die Dachebene aus. Durch eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage war der Brand nur schwer zu löschen. Hierzu mussten Teile der Wände und der Dachfläche geöffnet werden. Rund 100 Mann verschiedener Organisationen waren an diesem Einsatz beteiligt.

2015: Das fünfte Jahr in Folge machten es sich mehrere Mitglieder unserer Wehr zum Ziel das Leistungsabzeichen zu erlangen. Dieses Jahr nahm unsere Wettkampfgruppe an einem Wettkampf im bayrischen Veitshöchheim teil und erlangten das bronzene Leistungsabzeichen des Landes Bayern.

Im vierten Quartal des Jahres wurde an der Außenwand der im Feuerwehrhaus bezogenen Wohnung eine umliegende Wärmedämmung angebracht. Zudem ersetzte man die Glasbausteine im Treppenhaus durch moderne Fensterelemente.

14.08.2015: Brand eines Heuunterstandes bei der nahegelegenen Brucheckhütte. Der Brand war schnell unter Kontrolle, jedoch war ein enormer Aufwand nötig um die Glutnester in den gepressten Heuballen zu löschen. Die Wasserversorgung musste ebenfalls aufwendig durch „Pendelverkehr“ sichergestellt werden. Hier pendelte ein Tanklöschfahrzeug zwischen der Einsatzstelle und dem nächsten Hydranten hin und her und wurden dort frisch befüllt.

Die Abteilung ersetzte ihr Rettungsboot durch ein Mehrzweckboot, welches nun permanent vor Ort im See stationiert und in Betrieb zu nehmen ist.

07.06.2016: Aufgrund von Starkregen wurde die Wehr zur Verstärkung nach Baden-Oos gerufen, um dort mehrere vollgelaufene Keller leer zu pumpen und das Geäst von der Fahrbahn zu räumen.

12.04.2017: Schlaflose Nächte in Folge bereitete den Wehrleuten eine Brandserie zwischen dem 12.04. und 18.04.2017.

Zunächst wurde die Wehr zu einem Brandeinsatz in einem ortsansässigen Kieswerk alarmiert, wo ein Lagergebäude bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Am 17.04. um 00:59 Uhr wurde die Wehr mit dem Einsatzstichwort „Gartenhüttenbrand in der Hurst“ erneut alarmiert. Ein Einsatz, welcher sich zum 18.04. um 03:17 Uhr und gleichen Tages in der Nacht um 23:30 Uhr an gleicher Stelle wiederholte.

                

Der Vorplatz des Gerätehauses wurde durch Umbaumaßnahmen optimiert und die sich immer mehr absenkenden Pflastersteine durch eine Asphaltschicht ersetzt. Zudem erhielt die Fassade einen neuen, roten Anstrich.

12.08.2017: Durch Baumaßnahmen unter dem Gleisbett der Bahn senkten sich die Schienen ab, wodurch die Strecke vorübergehend nicht befahrbar war. Unsere Abteilung hatte die Aufgabe, in der Rheintalhalle eine Notunterkunft für die erwarteten Reisenden zu errichten.

10.03.2018: Carsten Braun wird zum Abteilungskommandanten gewählt.

07.12.2018:  Die Homepage unserer Abteilung ging online. Den feierlichen Rahmen hierfür bot ein Glühweinabend.


 

Jugend

1968: Erstmals beriet die Wehr über die Möglichkeit und die Formalitäten zur Gründung einer Jugendfeuerwehr. Als Jugendwarte wurden Bruno Viereck und Albert Schablitzky von der Wehrführung beauftragt.

03.08.1976: Die Jugendfeuerwehr, so wie sie heute noch besteht, wurde gegründet. Zwölf Jungen bildeten die erste Jugendgruppe. Der Jugendwart war Werner Keppler, dessen Stellvertreter war Wilfried Herr. Durch Übungen, Schulungen und Lehrfilme wurden die Jugendlichen nach und nach mit dem Aufgabengebiet der Feuerwehr vertraut gemacht.

Aus dem Jahresbericht des Jugendwartes geht eine fast 100-prozentige Probebeteiligung hervor, was auf die große Begeisterung der Jugendlichen zurückzuführen war.

1978: Im Mai hatte die Jugendfeuerwehr ihren ersten Auftritt in der Öffentlichkeit im Zuge einer Schauübung im Baugelände Stöck.

1979: Im September bestreitet die Jugendfeuerwehr in Schrießheim ihren ersten Wettkampf in Form der Leistungsspange. Dank der guten Vorbereitung wurden die fünf geforderten Disziplinen Kugelstoßen, Staffellauf, Schnelligkeitsübungen, Löschangriff und theoretisches Wissen mit Erfolg ausgeführt.

1980: Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr des Stadtkreises Baden-Baden, war im August ein Zeltlager organisiert worden. Für zehn Tage herrschte auf dem Gelände des Badestrands Sandweier ein buntes Lagerleben mit einem abwechslungsreichen Programm. Unter den Teilnehmern waren auch einige Jugendgruppen des Landkreises Rastatt anwesend, wodurch sich die Jugendlichen untereinander kennen lernten.

Beim Jubiläumsfest der Feuerwehrabteilung Lichtental führte unsere Jugendfeuerwehr einen Löschangriff vor und wurde durch den guten Zuspruch sowie dem Beifall der Zuschauer bestätigt.

1984: Seit Anfang 1984 waren Andreas Lang und Martin Binz für die Jugendfeuerwehr verantwortlich.

1986: Die Jugendfeuerwehr qualifizierte sich für den Bundeswettkampf auf Landesebene in Freudenstadt und erzielt eine gute Platzierung.

1987:  Die Jugendmannschaft im Jubiläumsjahr:

V.l.n.r.: Thomas Brenneisen, Maurice Zachmann, Thomas Baumgart, Heiko Schenk, Nicole Zachmann, Silke Gärtner, stellv. Jugendwart Martin Binz, Jugendwart Andreas Lang

1988: Die Jugendfeuerwehr bestritt mehrere Wettkämpfe mit Erfolg. Anlässlich des Weinfestes präsentierten sie eine Schauübung beim Brand einer Gartenhütte. Zudem waren die jungen Wehrmitglieder mit einem Infostand vertreten.

1989: Andreas Lang legte sein Amt als Jugendwart aufgrund seiner neuen Aufgabe als stellvertretender Abteilungskommandant nieder, sein Nachfolger wurde Thomas Baumgart.

Anlässlich der Brandschutzwoche und dem damit verbundenen Tag der offenen Tür führte die Jugend eine erneute Schauübung vor.

1992: Mit Wasserspielen und Infostand waren die Jugendlichen am Schulfest der Hauptschule beteiligt.

Am Weinfest boten die angehenden Wehrmänner eine Schauübung anlässlich unseres Weinfestes. Ansonsten wechselte sich der theoretische Unterricht mit den praktischen Übungen sowie einem bunten Freizeitprogramm ab.

1995: Ausflug ins Technik-Museum Speyer.

1997: Es wurden 17 jugendliche Mitglieder gezählt, was ein Rekord seit der Gründung der Jugendfeuerwehr darstellte.

2001: 25-jähriges Bestehen der Jugendfeuerwehr Sandweier. Das diesjährige Herbstfest bot für die anstehenden Feierlichkeiten den perfekten Rahmen.

Zudem war am 22. September eine Jugend-Sternfahrt organisiert worden, an welcher sechs Jugendfeuerwehren aus dem Stadtkreis mit insgesamt 60 Jugendlichen teilnahmen.

Die Jugendlichen stellten sich den abwechslungsreichen Aufgaben an mehreren Orten im Dorf. Hierzu zählte beispielsweise in der Wasserwerkstraße das Traktorziehen auf Zeit, wobei es vor allem auf Teamarbeit ankam. Weiter wurden Geschicklichkeitsübungen durchgeführt, wie das Greifen und Ablegen eines Tischtennisballs ohne diesen zu beschädigen. Diese Aufgabe musste mit einem hydraulischen Rettungsgerät ausgeführt werden- eine filigrane Arbeit mit einem Werkzeug, welches sonst für das öffnen verunfallter Fahrzeuge verwendet wird.

An den einzelnen Stationen war steht’s lautes Lachen und Anfeuerrufe zu hören, eine tolle Stimmung welche die Mühen der Vorbereitung fast vergessen machte.

Anschließend fand eine Siegerehrung im Gerätehaus Sandweier statt.

2002: Thomas Baumgart gab im September nach dreizehn Jahren sein Amt als Jugendleiter ab. Seine Nachfolger waren Ingo Peter und Andreas Weber, unter Beihilfe der schon erfahrenen Kollegen Dirk Bastian und Daniel Peter.

2003: Kochabend und Besuch der Wilhelma in Stuttgart.

2004: Interview für den Radiosender SWR1, welcher eine Reportage über die Feuerwehr sendete. Wir durften dabei den Part für die Jugendfeuerwehr übernehmen.

2005: Es wurde eine Feuerwehrolympiade organisiert, bei der jeder Teilnehmer sein Geschick in fünf feuerwehrtechnischen Disziplinen unter Beweis stellen konnte. Eine Aufgabe war beispielsweise durch das gezielte Ausrollen eines Schlauches so viele Kegel wie möglich zu treffen.

2006: Austragung eines Wettkampfes zwischen den Jugendlichen und der aktiven Wehr, Thema „Wasserentnahmestelle offenes Gewässer“. Welche Gruppe die hierfür benötigten Armaturen am schnellsten aufgebaut hatte, konnte den Wettkampf für sich entscheiden. Zur Freude unserer Jugendlichen gewannen sie den Wettkampf mit knappem Vorsprung.

2007: Teilnahme am alljährlichen Fußballturnier.

2008: Schauübung zur 700-Jahr-Feier aufgeführt.

2011: Christbaumsammelaktion zu Beginn des Jahres unter der Leitung der Jugendwarte Matthias Mast und Dominik Schulz. Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums des Musikvereins an Umzug teilgenommen.

2012: Die Jugendfeuerwehr der Abteilung Baden-Oos nahm an unseren Proben teil.

Für die Jugendlichen der Abteilungen Sandweier und Haueneberstein wurde ein Berufsfeuerwehrtag organisiert, an dem die Teilnehmer einen ganzen Tag lang ihr Können in simulierten Einsätzen unter Beweis stellen konnten. Vor allem lernten sich die Jugendgruppen gegenseitig kennen und es konnten Einblicke in andere Abteilungen gewonnen werden. Zudem konnten die Jugendlichen einen praxisnahen Eindruck von der Arbeitswelt einer Berufsfeuerwehr erhalten.

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Abteilung Sandweier führte die Jugendgruppe eine Schauübung auf.

2013: Erneut wurde ein Berufsfeuerwehrtag mit den Abteilungen Haueneberstein und Baden-Oos realisiert. Die Abteilung Baden-Oos nahm regelmäßig an unseren Proben teil. Die Jugendwarte Matthias Mast und Dominik Schulz erhielten Unterstützung von Mauritius Krumm und Daniel Herr.

2015: Die neuen Jugendwarte Philipp Bleich und Timo Fischer stellten sich vor.

Für die Jugend wurde ein Zeltlager organisiert, zudem wurde ein gemeinsamer Ausflug zum Mummelsee durchgeführt.

2016: Besuch Naturkundemuseum Karlsruhe. Das Jahr über fand ein sehr abwechslungsreiches Übungsgeschehen statt.

2017: Zum Herbstfest wurde eine Schauübung mit der Jugendfeuerwehr der Abteilung Baden-Oos vorgeführt.

Quellen:

  • Festschrift „50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Baden-Baden Abt. Sandweier“

Herausgeber: Freiwillige Feuerwehr – Abteilung Sandweier.

Herstellung: SMR-Druck, 7550 Rastatt, Woogseestraße 2

  • Heimatbuch „Sandweier – Ein Hardtdorf mit Tradition und Zukunft“ von Karl Bruckner und Dr. Kurt Hochstuhl.

Heimatverein Sandweier e.V., Dezember 2009

  • Jahresrückblicke von 1998 bis 2017
  • Archivordner der Feuerwehr Sandweier
  • Zeitzeugen
07.12.2018 Yannick Ernst